1923 - 1950

1923/24 wurde ein sehr erfolgreiches Spieljahr. Nach der Bezirksmeisterschaft in der A-Klasse erkämpfte sich das Team die Gau- und auch die Kreismeisterschaft. Zum letzten Spiel musste unsere Mannschaft nach Schierstein. Es war ein Spiel voller Spannung, noch zehn Minuten vor dem Ende führte Schierstein mit 1:0 durch ein Selbsttor von Kelsterbachs linkem Verteidiger Fritz Netsch. Die Wende kam, als der rechte Läufer H. Würz in den Sturm ging und für ihn Staab in die Läuferreihe. Würz verwandelte eine Flanke von rechts zum Ausgleich. Das zweite Tor schien Rössinger selbst zu machen, doch die Hand eines Schiersteiner Verteidigers vereitelte zunächst dieses Tor. Ein Elfmeter war fällig, den Reuter glatt verwandelte. Kelsterbach entführte beide Punkte und war am Ziel seiner Träume. Der erste Vorsitzende O. Glasmeier gab sein Amt am 19. Dezember 1926 ab und wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. An seine Stelle trat Anton Aufleger, Schriftführer wurde Ludwig Wiegand.

Am 30. und 31. Juli 1927 wurde das 20jährige Bestehen mit einem Spiel gegen Union Niederrad und einem Festball im Saalbau „Zur Friedrichshöhe“ gefeiert. Der erste Trainer der Viktoria wurde Anfang Juni 1928 der Sportlehrer Weil. Am 24. Juli 1928 spielte unsere erste Mannschaft auf dem DFB-Jugendtag in Hofheim gegen eine Auswahlmannschaft der A-Klasse Main-Taunus. Am 15. August 1928 löste Karl Kabel aus Frankfurt den Sportlehrer als Trainer ab. Um diese Zeit stellte der Verein auch eine Herren- und Damenhandballmannschaft auf. Im Spieljahr 1930/31 wurde die A-Jugend ungeschlagen Meister vom Main-Taunus-Gau.

Im April 1931 wurde die erste Schülermannschaft ins Leben gerufen. Im Rahmen des 25jährigen Vereinsjubiläums stand am Samstag, dem 30. Juli ein Festkommers im Saal der Friedrichshöhe, am Sonntag, dem 31. Juli ein großer Festball auf dem Programm. Fußball gespielt wurde natürlich auch. Das Hauptspiel fand gegen die Reserve von Eintracht Frankfurt statt. Sonst ging alles seinen Gang, der Spielbetrieb war geregelt, allerdings trat finanziell im Herbst eine Krise ein, da viele Werke, so auch die Glanzstoff, den Betrieb stilllegten. Im Jahre 1935 mussten wir den Sportplatz am Depot wieder räumen, da das Gelände zum Bau einer Wohnsiedlung gebraucht wurde. An der Schwedenschanze wurde wieder ein Sportplatz angelegt und es gab für alle Beteiligten wieder allerhand zu tun. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges nahm man uns die dortigen Umkleidehütten, um einer Flakbatterie in der Hahera ein Unterkommen zu bieten. Am Ende des Weltkrieges wurden die noch übrig gebliebenen Bretter unseres Zaunes zum Decken der beschädigten Häuser verwandt. Wieder war alle Mühe umsonst und das dafür aufgewandte Geld abermals verloren.

Als am 26. März 1945 die Amerikaner in Kelsterbach einrückten, ruhte die Vereinstätigkeit. Wieder gab es einen Rückschlag für die Viktoria. Es gründete sich eine neue Kultur- und Sportgemeinde Kelsterbach, in der auch die Fußballer eine Abteilung stellten. Viele ehemalige Viktoria-Mitglieder konnten damals allerdings laut Befehl der Besatzungsmacht in diese Gemeinschaft nicht aufgenommen werden. Im April 1947 traten die Fußballer wieder aus und erhielten durch ein Gesuch an die Militärregierung in Wiesbaden die Erlaubnis, wieder den Namen „Viktoria“ führen zu dürfen. Den Vorsitz führte Fritz Raab. Am 4. Mai 1947 trugen die neu erweckten „Viktorianer“ Spiele mit ihrer ersten und zweiten Mannschaft gegen gleiche von Sportverein Hofheim aus. Nach einer Loslösung aus der Kultur- und Sportgemeinde entstand der BSC 47 Kelsterbach.

Am 9. Oktober 1950 wurde mit dem Bau der massiven Umkleidehütte begonnen, als Maurer wurden Philipp Born und Heinrich Wirth verpflichtet, unterstützt von einigen Handwerkern des Vereins. Die Gesamtkosten wurden auf 1.200 DM geschätzt. Die Direktion der Vereinigten Glanzstofffabriken, Werk Kelsterbach, stiftete 500 DM, der Rest ist durch Ausgabe von Bausteinen und durch die Gemeinde, die einen Betrag von 350 DM zur Verfügung stellte, aufgebracht worden. Eine große Sorge war damit behoben und unsere Spielgegner brauchten nicht mehr ihre Kleider unter Obstbäumen abzulegen. Als der Jugendleiter Otto Haas im Jahre 1947 dieses Amt übernahm, stand ihm beim Aufbau der Jugend eine schwere Aufgabe bevor.

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